Zu Besuch bei Craftbee in Kassel

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Zu Besuch bei Craftbee in Kassel

Bienen sind in aller Munde. Es gibt Petitionen, Bienen werden zum Wahlkampfthema...Zum Glück! Endlich rückt langsam ins Bewusstsein, wie wichtig diese wunderschönen Lebewesen für uns und die Erde sind.

Craftee-Bienen

Wirklich viel über Bienen wussten wir bisher allerdings auch noch nicht als wir uns auf den Weg nach Kassel zu unserem Partner seit erster Stunde "Craftbee" machten. Wir wussten, dass uns das Bier, welches mit Honig angereichert wird, wahnsinnig gut schmeckt. Und auch wenn Craftbee gern mit dem Begriff "Mädchenbier" kokettieren, können wir bestätigen, dass wirklich jeder* sich in dieses fantastische und besondere Getränk verliebt, sobald die Flasche geöffnet wurde. Die Gleichung in unserem Kopf war also "Bienen = Honig = Honigbier". Dem gingen wir jetzt einfach mal auf den Grund.

Craftbee-Eingang

In Kassel trafen wir uns mit Michael, Inhaber von Craftbee, und Marie, ausgebildete Imkerin und Lieferantin des Honigs für das Honigbier. Da die Bierproduktion nicht direkt in Kassel stattfindet, haben wir beschlossen, dass die beiden uns einfach mal in die für uns noch so unbekannte Welt der Bienen entführen.

Craftbee-Bienen

Craftbee-Bienenstöcke

Honigbienen leben in Staaten, in denen - ähnlich wie bei Ameisen - jedes Insekt eine zugeteilte Aufgabe hat und diese erfüllt. Rebellionen gibt es nur, wenn es zu eng wird im Bau. Damit dies nicht passiert, werden die Bauten, die überall in Kassel verteilt sind, regelmäßig von Marie kontrolliert. Geht es den Bienen gut? Haben sie Krankheiten? Ist ausreichend Platz? Füttern sie eventuell schon eine neue Königin heran, um sich mit dieser abzusetzen? All das prüft Marie mit geübten Handgriffen. Fünf Bienenstiche pro Tag ist wohl der Gefährdungsgrad, mit dem sie leben muss. Vielleicht werden Imker* aber auch genau wegen dieser Stiche auch besonders alt?

Craftbee-Imkerin

Zweimal im Jahr kann Marie Honig ernten. Ein Volk, welches so etwa aus 50.000 Bienen (in Worten: Fünfigtausend!) besteht, gibt dann etwa 50 Kilo Honig her. Der Honig, der dann geerntet werden kann, ist im Prinzip die Notversorgung, die die Bienen sich anlegen für schlechte Zeiten. Vielleicht erinnert ihr Euch noch an die Bienchen- und Blümchen-Geschichte?

Es war einmal eine Blume, die musste bestäubt werden, damit sie sich fortpflanzen kann. Dafür brauchte sie die Hilfe einer Biene und lockte diese mit leeeeeeeeeeckerem Blütennektar an. Da Blütennektar bei Bienen so funktioniert wie Schokolade bei Menschen ging der Plan auf und die Biene bekam als Gegenleistung zu Ihrer Bestäbungsarbeit Nektar, den sie dann als Nahrung verwendet. Wenn alle Bienen im Staat satt sind, wird Honig als Vorrat erzeugt.

Craftbee-Naschen

Maries Bio-Honig wird von der Stadtimkerei Kassel vertrieben und ist die Grundlage des Honigbiers. In der Tat war zuerst der Honig und dann das Bier. Michael und Marie haben aus einem Hobby einen Beruf gemacht - Marie hat sogar ihren Job geschmissen, um sich in das Abenteuer "Ausbildung zur Imkerein" (drei Jahre und anerkannt von der IHK) zu stürzen und im Anschluss als Profiimkerein weiterzuarbeiten.

Aus einer kleinen Spinnerei und dem Kontakt zu einem kreativen und motivierten Braumeister wurde dann das Craftbee. Produziert und abgefüllt in Hessen könnt ihr die Biere (und den Honig und Honigbonbons und unendlich viele weitere Leckereien) auf unterschiedlichen Märkten käuflich erwerben. Und natürlich im Online-Shop. Es lohnt sich, dort öfter mal vorbeizuschauen - Michael ist ausgesprochen umtriebig, was neue Biersorten angeht. Sein Bier war sogar schon ein Kunstwerk bei der documenta und wird auch in diesem Jahr wieder in unseren Kalendern zu finden sein. Summsummsumm.


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